Notfallmedizin · Lungenembolie

PERC-Regel
Pulmonary Embolism Rule-out Criteria nachschlagen

Die PERC-Regel strukturiert nachschlagen — acht Kriterien, Anwendung nur bei niedriger klinischer Vortestwahrscheinlichkeit und Hinweise zur Einordnung.

Entscheidungsregel
8 Kriterien
Nur bei niedriger Vortestwahrscheinlichkeit

Was ist die PERC-Regel?

Die PERC-Regel (Pulmonary Embolism Rule-out Criteria) ist eine Entscheidungsregel mit acht Kriterien, die von Kline und Kollegen für Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Lungenembolie entwickelt wurde.

Sie ist nur für Personen vorgesehen, bei denen die klinische Vortestwahrscheinlichkeit niedrig eingeschätzt wird. Ist in dieser Situation keines der acht Kriterien erfüllt, kann nach der Originalarbeit auf eine weitere Diagnostik mit D-Dimer-Test verzichtet werden. Bei erhöhter Vortestwahrscheinlichkeit ist die Regel nicht anzuwenden.

Die PERC-Regel ist kein Score mit Punktewert und ersetzt weder die klinische Beurteilung noch Wells- oder Geneva-Score. Die Entscheidung trifft die behandelnde Fachperson.

Anwendung — Orientierung

8 KriterienAlle acht müssen zutreffen, damit die PERC-Regel erfüllt ist
NiedrigVoraussetzung: niedrige klinische Vortestwahrscheinlichkeit
Kein ScoreKeine Punktesumme, sondern eine Ja/Nein-Regel

Die Regel gilt nur nach klinischer Einschätzung einer niedrigen Vortestwahrscheinlichkeit. Maßgeblich sind die Originalarbeit und die geltenden Leitlinien. Keine Diagnose.

Aufbau: PERC-Regel

Übersicht über die acht Kriterien der PERC-Regel. Alle acht müssen zutreffen (negativ sein), damit die Regel erfüllt ist.

< 50 Jahre

Alter

Alter unter 50 Jahren

< 100/min

Herzfrequenz

Herzfrequenz unter 100 pro Minute

≥ 95 %

Sauerstoffsättigung

Sauerstoffsättigung von mindestens 95 % unter Raumluft

Nein

Hämoptyse

Kein Bluthusten

Nein

Östrogeneinnahme

Keine Einnahme von Östrogenen

Nein

Frühere TVT/LE

Keine bekannte tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie in der Vorgeschichte

Nein

Einseitige Beinschwellung

Keine einseitige Beinschwellung

Nein

Operation oder Trauma

Keine Operation oder Trauma mit Krankenhausaufenthalt innerhalb der letzten vier Wochen

Hinweis: Die Darstellung ist sinngemäß zusammengefasst; Details und Definitionen sind der Originalarbeit zu entnehmen.

Quellen: Kline JA, Mitchell AM, Kabrhel C, Richman PB, Courtney DM. Clinical criteria to prevent unnecessary diagnostic testing in emergency department patients with suspected pulmonary embolism. J Thromb Haemost 2004;2:1247–1255.

So nutzen Sie PERC in ArztGPT

1

Aufbau nachschlagen

Die acht Kriterien und die Voraussetzung der niedrigen Vortestwahrscheinlichkeit strukturiert abrufen.

2

Ergebnis einordnen

Das Ergebnis im Zusammenhang mit klinischer Einschätzung, Wells- oder Geneva-Score und Befund einordnen.

3

Befund dokumentieren

Entscheidung und Begründung für Verlaufsdokumentation oder Arztbrief strukturiert festhalten.

Klinische Bedeutung: PERC

Notaufnahme

Die Regel betrifft Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Lungenembolie.

Acht Kriterien

Alle acht Kriterien müssen zutreffen, damit die Regel erfüllt ist.

Ja/Nein-Regel

Es gibt keine Punktesumme und keinen Schweregrad.

Vortestwahrscheinlichkeit

Die Regel ist nur bei niedriger klinischer Vortestwahrscheinlichkeit vorgesehen.

Weitere Diagnostik

Sie unterstützt die Entscheidung, ob ein D-Dimer-Test nötig ist.

Kein Diagnoseinstrument

Die Einordnung ersetzt nicht die klinische Beurteilung im Einzelfall.

FAQ: PERC

Was ist die PERC-Regel?

Die PERC-Regel (Pulmonary Embolism Rule-out Criteria) ist eine Entscheidungsregel mit acht Kriterien, die bei Verdacht auf Lungenembolie und niedriger klinischer Vortestwahrscheinlichkeit herangezogen wird.

Wann darf die PERC-Regel angewendet werden?

Nur wenn die klinische Vortestwahrscheinlichkeit für eine Lungenembolie niedrig eingeschätzt wird. Bei höherer Vortestwahrscheinlichkeit ist sie nicht vorgesehen.

Was bedeutet es, wenn alle PERC-Kriterien erfüllt sind?

Nach der Originalarbeit kann bei niedriger Vortestwahrscheinlichkeit auf einen D-Dimer-Test und weitere Diagnostik verzichtet werden. Die Entscheidung bleibt Sache der behandelnden Fachperson.

Ist die PERC-Regel dasselbe wie der Wells-Score?

Nein. Der Wells-Score schätzt die Vortestwahrscheinlichkeit einer Lungenembolie anhand von Punkten ab. Die PERC-Regel ist eine Ausschlussregel, die erst bei niedriger Vortestwahrscheinlichkeit zum Einsatz kommt.

Stellt die PERC-Regel eine Diagnose?

Nein. Sie unterstützt die Entscheidung über weitere Diagnostik, ersetzt aber weder die klinische Beurteilung noch eine ärztliche Diagnose.

Kann ich mit ArztGPT den PERC-Status automatisch berechnen lassen?

Nein. ArztGPT bietet hier keinen Rechner und führt keine eigene Auswertung durch. Die Referenz hilft, Aufbau und Einordnung strukturiert nachzuschlagen — die Bewertung bleibt Aufgabe der behandelnden Fachperson.

Was kostet die PERC-Regel-Referenz in ArztGPT?

ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase — in der Testphase entsteht kein Bezahlabonnement. Danach steht ArztGPT Pro für 49 €/Monat (inkl. MwSt.) zur Verfügung.

Weitere Rechner und Klinische Tools

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PERC nachschlagen

Hinweis: Die Darstellung der PERC-Regel dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder die Untersuchung der Patienten noch eine ärztliche Diagnose. ArztGPT führt keine eigene Einschätzung durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).