Modified Rankin Scale (mRS)
Behinderung und Alltagsunabhängigkeit auf einer Skala von 0 bis 6
Die Rankin-Skala strukturiert nachschlagen — alle sieben Grade, Einordnung im Verlauf und Abgrenzung zu anderen Funktionsskalen.
Was ist die Modified Rankin Scale?
Die Modified Rankin Scale (mRS) ist eine Ordinalskala zur Beurteilung von Behinderung und Alltagsunabhängigkeit. Sie reicht von 0 („keine Symptome“) bis 6 („verstorben“) und wird vor allem nach einem Schlaganfall eingesetzt.
Vergeben wird genau ein Grad, der die Gesamtsituation der Person am besten beschreibt. Die Skala bewertet den Grad der Behinderung im Alltag und nicht einzelne neurologische Ausfälle.
Die mRS wird häufig als funktioneller Endpunkt in Schlaganfallstudien verwendet. Im klinischen Alltag eignet sie sich, um den Zustand zu festgelegten Zeitpunkten zu dokumentieren und im Verlauf zu vergleichen.
Auswertung — Orientierung
Welche Grade als „günstiges Ergebnis“ gewertet werden, hängt von der Fragestellung ab (in Studien häufig 0–2). Es gibt keine einheitlich verbindliche Einteilung. Keine Diagnose.
Die Grade der Modified Rankin Scale
Übersicht der sieben Grade von 0 bis 6, sinngemäß zusammengefasst.
0
Grad 0
Keine Symptome
1
Grad 1
Keine wesentliche Funktionseinschränkung trotz Symptomen; alle gewohnten Aufgaben und Aktivitäten werden weiterhin ausgeführt
2
Grad 2
Leichte Funktionseinschränkung; nicht mehr alle früheren Aktivitäten möglich, die eigenen Angelegenheiten werden aber ohne Hilfe bewältigt
3
Grad 3
Mäßige Funktionseinschränkung; benötigt teilweise Hilfe, kann aber ohne Hilfe gehen
4
Grad 4
Mittelschwere Funktionseinschränkung; kann ohne Hilfe nicht gehen und nicht ohne Hilfe die eigenen körperlichen Bedürfnisse erledigen
5
Grad 5
Schwere Funktionseinschränkung; bettlägerig, inkontinent, benötigt ständige pflegerische Betreuung und Aufmerksamkeit
6
Grad 6
Verstorben
Hinweis: Die Darstellung ist sinngemäß zusammengefasst. Für die Anwendung gelten die Vorgaben der verwendeten Originalfassung bzw. des jeweiligen Studien- oder Befragungsprotokolls.
Quellen: Rankin J, Scott Med J 1957;2:200–215. van Swieten JC et al., „Interobserver agreement for the assessment of handicap in stroke patients“, Stroke 1988;19:604–607.
So nutzen Sie die mRS in ArztGPT
Grade nachschlagen
Die sieben Grade und ihre Beschreibung strukturiert abrufen.
Situation einordnen
ArztGPT hilft, den Grad im klinischen Kontext und im Verlauf einzuordnen.
Befund dokumentieren
Grad und Erhebungszeitpunkt für Arztbrief oder Verlaufsdokumentation strukturiert festhalten.
Klinische Bedeutung der mRS
Gängiger Outcome-Marker
Die mRS wird häufig als funktioneller Endpunkt in Schlaganfallstudien verwendet.
Verlaufsbeurteilung
Wiederholte Erhebungen zu festgelegten Zeitpunkten erleichtern den Vergleich des funktionellen Zustands.
Ein einzelner Grad
Es wird kein Summenscore berechnet, sondern genau ein Grad von 0 bis 6 vergeben.
Verwandt: NIHSS
Der NIHSS beschreibt neurologische Ausfälle, die mRS die Folgen für den Alltag.
Auf einheitliche Erhebung achten
Für Vergleiche sollten Erhebungszeitpunkt und Vorgehen konsistent bleiben.
Gesamteindruck
Die mRS ersetzt weder die neurologische Untersuchung noch differenzierte Alltagsassessments wie den Barthel-Index.
FAQ zur Modified Rankin Scale
Was ist die Modified Rankin Scale (mRS)?
Die Modified Rankin Scale ist eine Ordinalskala von 0 bis 6 zur Beurteilung des Grads von Behinderung und Alltagsunabhängigkeit. Sie wird vor allem nach einem Schlaganfall und als Endpunkt in Schlaganfallstudien verwendet.
Wie wird die mRS ausgewertet?
Es wird genau ein Grad von 0 bis 6 vergeben, der die Situation der Person am besten beschreibt. Eine Berechnung aus Einzelpunkten findet nicht statt; der Grad wird dokumentiert und im Verlauf verglichen.
Was bedeutet ein mRS von 0 bis 2?
In Studien wird ein mRS von 0–2 häufig als günstiges funktionelles Ergebnis bzw. Unabhängigkeit im Alltag gewertet. Welche Grenze gilt, hängt von der Fragestellung ab und ist immer im klinischen Kontext zu bewerten.
Was ist der Unterschied zwischen Rankin-Skala und modifizierter Rankin-Skala?
Die ursprüngliche Rankin-Skala wurde 1957 beschrieben; die modifizierte Fassung ergänzt den Grad 0 („keine Symptome“) und wird heute in der Regel gemeint, wenn von der „Rankin-Skala“ gesprochen wird.
Kann ich mit ArztGPT die mRS automatisch ermitteln lassen?
Nein. ArztGPT führt keine eigenständige Einstufung am Patienten durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt. Die Referenz hilft, die Grade und die Einordnung strukturiert nachzuschlagen — die Bewertung bleibt Aufgabe der behandelnden Fachperson.
Was kostet die mRS-Referenz in ArztGPT?
ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase mit vollem Zugriff auf alle Module — keine Kreditkarte erforderlich. Danach steht ArztGPT Pro für 49 €/Monat (inkl. MwSt.) zur Verfügung, monatlich kündbar.
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mRS nachschlagenHinweis: Die Darstellung der Modified Rankin Scale dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder die klinische Einstufung noch eine ärztliche Diagnose. ArztGPT führt keine eigene Einschätzung durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).