Orthopädie · Unfallchirurgie

Pauwels-Klassifikation
Schenkelhalsfraktur nach Frakturwinkel einordnen

Die Pauwels-Klassifikation strukturiert nachschlagen — Typ I, II und III der Schenkelhalsfraktur nach dem Winkel der Frakturlinie zur Horizontalen.

Frakturklassifikation
3 Typen (I–III)
Quelle: Pauwels 1935

Was ist die Pauwels-Klassifikation?

Die Pauwels-Klassifikation teilt Schenkelhalsfrakturen nach dem Winkel der Frakturlinie zur Horizontalen in drei Typen ein. Grundlage ist die Arbeit von Friedrich Pauwels (1935), der den Schenkelhalsbruch als mechanisches Problem beschrieb.

Je steiler die Frakturlinie verläuft, desto größer ist der Anteil der Scherkräfte an der Frakturfläche gegenüber den Kompressionskräften. Die Typen I bis III beschreiben damit eine zunehmend ungünstigere biomechanische Ausgangslage. Üblicherweise werden die Winkel mit bis 30° (Typ I), 30–50° (Typ II) und über 50° (Typ III) angegeben; die Grenzwerte werden in der Literatur teils unterschiedlich genannt.

Die Pauwels-Klassifikation betrachtet die Verlaufsrichtung der Frakturlinie, die Garden-Klassifikation dagegen den Grad der Dislokation. Beide werden häufig ergänzend verwendet. Die Einordnung dient der Orientierung; das Vorgehen im Einzelfall richtet sich nach klinischer Beurteilung und Leitlinien.

Typen — Orientierung

Typ IFlacher Frakturverlauf (bis ca. 30°)
Typ IIMittlerer Frakturverlauf (ca. 30–50°)
Typ IIISteiler Frakturverlauf (über ca. 50°)

Die Winkelangaben sind Richtwerte und werden in der Literatur teils abweichend angegeben. Maßgeblich sind die Originalquelle, aktuelle Leitlinien und die klinische Beurteilung. Keine Diagnose.

Aufbau: Pauwels-Klassifikation

Übersicht über die drei Typen der Pauwels-Klassifikation in der Kurzfassung.

bis ca. 30°

Pauwels Typ I

Flacher Verlauf der Frakturlinie; überwiegend Kompressionskräfte an der Frakturfläche

ca. 30–50°

Pauwels Typ II

Mittlerer Verlauf der Frakturlinie; zunehmender Anteil an Scherkräften

über ca. 50°

Pauwels Typ III

Steiler Verlauf der Frakturlinie; hoher Anteil an Scherkräften an der Frakturfläche

Hinweis: Wie und auf welcher Aufnahme der Winkel gemessen wird und welche Grenzwerte gelten, ist der Originalarbeit bzw. den aktuellen Leitlinien zu entnehmen. Die Kurzbeschreibungen hier sind eine Zusammenfassung.

Quellen: Pauwels F. Der Schenkelhalsbruch — ein mechanisches Problem. Stuttgart: Enke; 1935.

So nutzen Sie die Pauwels-Klassifikation in ArztGPT

1

Typen nachschlagen

Die drei Pauwels-Typen und ihre Winkelbereiche strukturiert abrufen.

2

Befund einordnen

Den Frakturverlauf im Zusammenhang mit Garden-Klassifikation, Klinik und hausinternem Standard einordnen.

3

Befund dokumentieren

Klassifikation und weiteres Vorgehen für die Dokumentation oder den Arztbrief festhalten.

Klinische Bedeutung: Pauwels-Klassifikation

Schenkelhalsfraktur

Die Klassifikation betrifft Frakturen des Schenkelhalses am proximalen Femur.

Frakturwinkel

Entscheidend ist der Winkel der Frakturlinie zur Horizontalen.

Drei Typen

Es gibt keine Punktwerte; die Fraktur wird Typ I, II oder III zugeordnet.

Scherkräfte

Mit steilerem Verlauf nimmt der Anteil der Scherkräfte an der Frakturfläche zu.

Ergänzung zu Garden

Die Garden-Klassifikation beschreibt den Dislokationsgrad und wird ergänzend verwendet.

Kein Diagnoseinstrument

Die Einordnung ersetzt nicht die klinische und bildgebende Beurteilung im Einzelfall.

FAQ: Pauwels-Klassifikation

Was ist die Pauwels-Klassifikation?

Die Pauwels-Klassifikation teilt Schenkelhalsfrakturen nach dem Winkel der Frakturlinie zur Horizontalen in die Typen I, II und III ein. Sie geht auf Pauwels (1935) zurück.

Welche Winkel gehören zu den Pauwels-Typen?

Üblicherweise werden Typ I mit bis 30°, Typ II mit 30–50° und Typ III mit über 50° angegeben. Die Grenzwerte werden in der Literatur teils abweichend genannt; maßgeblich ist die verwendete Quelle.

Was bedeutet Pauwels Typ III?

Typ III bezeichnet die steilste Frakturlinie. Sie ist mit einem hohen Anteil an Scherkräften an der Frakturfläche verbunden.

Was ist der Unterschied zwischen Pauwels und Garden?

Die Pauwels-Klassifikation beschreibt den Verlauf der Frakturlinie (Winkel), die Garden-Klassifikation den Grad der Dislokation der Fraktur. Beide Einteilungen betreffen die Schenkelhalsfraktur und ergänzen sich.

Stellt die Pauwels-Klassifikation eine Diagnose?

Nein. Sie ordnet den Frakturverlauf einem Typ zu, ersetzt aber weder die klinische Untersuchung noch die Beurteilung der Bildgebung und eine ärztliche Diagnose.

Kann ich mit ArztGPT die Pauwels-Klassifikation automatisch auswerten lassen?

Nein. ArztGPT bietet hier keinen Rechner und führt keine eigene Auswertung durch. Die Referenz hilft, Aufbau und Einordnung strukturiert nachzuschlagen — die Bewertung bleibt Aufgabe der behandelnden Fachperson.

Was kostet die Pauwels-Klassifikation-Referenz in ArztGPT?

ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase — in der Testphase entsteht kein Bezahlabonnement. Danach steht ArztGPT Pro für 49 €/Monat (inkl. MwSt.) zur Verfügung.

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Pauwels-Klassifikation nachschlagen

Hinweis: Die Darstellung der Pauwels-Klassifikation dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder die Untersuchung der Patienten noch eine ärztliche Diagnose. ArztGPT führt keine eigene Einschätzung durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).