ASA-Klassifikation
präoperativ einordnen
Präoperative Risikoeinstufung nach der ASA Physical Status Classification (ASA I bis ASA VI) strukturiert nachschlagen und einordnen.
Was ist die ASA-Klassifikation?
Die ASA-Klassifikation (ASA Physical Status Classification, ASA-PS) der American Society of Anesthesiologists ist ein Einteilungssystem zur Einschätzung des allgemeinen körperlichen Gesundheitszustands eines Patienten vor einer Anästhesie.
Sie unterscheidet sechs Klassen von ASA I (gesunder Patient) bis ASA VI (hirntoter Organspender). Bei Noteingriffen wird der Zusatz „E" (Emergency) ergänzt, z. B. ASA IIIE.
Die Klassifikation wird routinemäßig in der Prämedikationsambulanz zur interdisziplinären Kommunikation zwischen Anästhesie und Chirurgie dokumentiert.
ASA-Klassen im Überblick
Quelle: American Society of Anesthesiologists — ASA Physical Status Classification System.
Die sechs ASA-Klassen
Vollständige Übersicht der ASA Physical Status Classification (ASA I bis ASA VI).
ASA I
Gesunder Patient ohne relevante Begleiterkrankung
ASA II
Patient mit leichter Systemerkrankung ohne wesentliche Leistungseinschränkung
ASA III
Patient mit schwerer Systemerkrankung und relevanter Leistungseinschränkung
ASA IV
Patient mit schwerer Systemerkrankung, die eine ständige Bedrohung für das Leben darstellt
ASA V
Moribunder Patient, der ohne Operation voraussichtlich nicht überlebt
ASA VI
Hirntoter Patient, dessen Organe zur Organspende entnommen werden
* Bei Noteingriffen wird der Zusatz „E" (Emergency) ergänzt, z. B. ASA IIIE. Quelle: American Society of Anesthesiologists.
So nutzen Sie die ASA-Klassifikation in ArztGPT
Gesundheitszustand erfassen
Vorerkrankungen und Leistungseinschränkung des Patienten strukturiert angeben.
ASA-Klasse einordnen
ArztGPT ordnet die Angaben der passenden ASA-Klasse (I–VI) zu.
Dokumentieren
Einordnung für die Prämedikation und interdisziplinäre Kommunikation dokumentieren.
Klinische Bedeutung der ASA-Klassifikation
Standardisierte Prämedikation
Die ASA-Klassifikation ist fester Bestandteil der präoperativen Anästhesie-Sprechstunde und ermöglicht eine einheitliche Einschätzung.
Interdisziplinäre Kommunikation
Die Einordnung erleichtert die Abstimmung zwischen Anästhesie und Chirurgie über den perioperativen Gesundheitszustand.
Dokumentationsstandard
Die ASA-Klasse wird routinemäßig im Prämedikationsprotokoll und Anästhesieprotokoll erfasst.
Kein alleiniger Risikoscore
Die ASA-Klassifikation berücksichtigt nicht die Art oder Dringlichkeit des Eingriffs — eine umfassende Risikoeinschätzung erfordert weitere Faktoren.
Zusatz für Noteingriffe
Der Zusatz „E" (Emergency) kennzeichnet eine erhöhte Dringlichkeit, z. B. bei ASA IIIE oder ASA IVE.
Weltweit etabliert
Die ASA-Klassifikation ist ein international etabliertes Einteilungssystem und wird auch in deutschen Prämedikationsambulanzen routinemäßig verwendet.
FAQ zur ASA-Klassifikation
Was ist die ASA-Klassifikation?
Die ASA-Klassifikation (American Society of Anesthesiologists Physical Status Classification, ASA-PS) ist ein präoperatives Einteilungssystem zur Einschätzung des körperlichen Gesundheitszustands eines Patienten vor einer Anästhesie bzw. Operation. Sie unterscheidet die Klassen ASA I bis ASA VI.
Wer entwickelte die ASA-Klassifikation?
Die Klassifikation wurde ursprünglich 1941 von der American Society of Anesthesiologists eingeführt und seither mehrfach präzisiert; die aktuelle Definition der sechs Klassen wird von der ASA veröffentlicht und gepflegt.
Was bedeutet der Zusatz "E" bei der ASA-Klassifikation?
Der Zusatz "E" (Emergency) kennzeichnet einen Noteingriff, z. B. ASA IIIE, und weist auf eine im Vergleich zum elektiven Eingriff erhöhte Dringlichkeit hin.
Ist die ASA-Klassifikation ein alleiniger Risikoscore für Operationen?
Nein. Die ASA-Klassifikation beschreibt den allgemeinen körperlichen Gesundheitszustand vor der Anästhesie, ersetzt aber keine umfassende anästhesiologische Risikoeinschätzung, die weitere Faktoren wie Eingriffsart und Dringlichkeit berücksichtigt.
Wo wird die ASA-Klassifikation angewendet?
Die ASA-Klassifikation wird routinemäßig in der Prämedikationsambulanz und vor operativen Eingriffen zur Dokumentation des präoperativen Gesundheitszustands sowie zur interdisziplinären Kommunikation zwischen Anästhesie und Chirurgie eingesetzt.
Was kostet die Nutzung der ASA-Klassifikation in ArztGPT?
ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase mit Zugriff auf alle Rechner und Module. Danach steht ein Pro-Abonnement für 49 €/Monat zur Verfügung.
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Einordnung nachschlagenHinweis: Die Darstellung der ASA-Klassifikation dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal. Sie ersetzt keine ärztliche Beurteilung und keine anästhesiologische Risikoeinschätzung durch den behandelnden Arzt. ArztGPT ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).