Psychosomatik · Selbstbericht

PSS-10
Perceived Stress Scale nachschlagen

Die PSS-10 strukturiert nachschlagen — 10 Fragen zum wahrgenommenen Stress der letzten vier Wochen, Punktebereich 0 bis 40 und Hinweise zur Einordnung.

Selbstbericht
10 Fragen · 0–40 Punkte
Zeitraum: letzter Monat

Was ist die PSS-10?

Die PSS-10 (Perceived Stress Scale, 10-Item-Version) ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen zum wahrgenommenen Stress. Die ursprüngliche Skala wurde 1983 von Sheldon Cohen und Kolleginnen veröffentlicht; die verkürzte 10-Item-Fassung geht auf Cohen und Williamson (1988) zurück.

Erfragt wird, wie unvorhersehbar, unkontrollierbar und überlastend das eigene Leben im letzten Monat erlebt wurde. Jede Frage wird auf einer fünfstufigen Skala von 0 bis 4 beantwortet. Vier positiv formulierte Items (Items 4, 5, 7 und 8) werden vor dem Aufsummieren umgepolt, der Gesamtwert liegt zwischen 0 und 40 Punkten.

Die PSS-10 misst die subjektive Stresswahrnehmung und stellt keine Diagnose. Für den Gesamtwert gibt es keine allgemein gültigen klinischen Grenzwerte.

Auswertung — Orientierung

0–40Gesamtwert: höhere Werte entsprechen einem höher wahrgenommenen Stress
Items 4, 5, 7, 8Positiv formulierte Items — vor dem Summieren umpolen
GrenzwerteKeine allgemein gültigen klinischen Cut-offs; Vergleich mit Normdaten der verwendeten Sprachfassung

In einzelnen Publikationen werden Einteilungen in niedrigen, mittleren und hohen Stress verwendet; diese sind uneinheitlich und nicht als klinische Grenzwerte validiert. Maßgeblich sind die Originalquelle und die Normdaten der verwendeten Sprachfassung. Keine Diagnose.

Aufbau: PSS-10

Übersicht über die inhaltliche Ausrichtung und die Bewertung der 10 PSS-10-Fragen.

Zeitraum

Alle 10 Fragen

Bezug auf Gefühle und Gedanken im letzten Monat

0–4

Antwortformat

Fünfstufige Antwortskala von „nie“ bis „sehr oft“

Umpolen

Items 4, 5, 7, 8

Positiv formulierte Items werden vor der Summenbildung umgepolt

0–40

Gesamtwert

Summe der 10 Einzelwerte; höhere Werte entsprechen höherem wahrgenommenem Stress

Hinweis: Die Darstellung ist sinngemäß zusammengefasst; der exakte Fragenwortlaut und die Antwortoptionen sind der verwendeten Sprachfassung zu entnehmen.

Quellen: Cohen S, Kamarck T, Mermelstein R. A global measure of perceived stress. J Health Soc Behav 1983;24:385–396. Cohen S, Williamson G. Perceived stress in a probability sample of the United States. In: Spacapan S, Oskamp S (Hrsg.): The Social Psychology of Health. Sage, 1988.

So nutzen Sie PSS-10 in ArztGPT

1

Aufbau nachschlagen

Die 10 Fragen, die Antwortskala 0 bis 4 und die umzupolenden Items strukturiert abrufen.

2

Ergebnis einordnen

Gesamtwert im Zusammenhang mit Gespräch, Anamnese und Befund einordnen.

3

Befund dokumentieren

Ergebnis für Verlaufsdokumentation oder Arztbrief strukturiert festhalten.

Klinische Bedeutung: PSS-10

Selbstbericht

Der Fragebogen erfasst die subjektive Wahrnehmung der Betroffenen.

10 Fragen

Der Fragebogen ist kurz und bezieht sich auf den letzten Monat.

Punktwert 0–40

Der Gesamtwert wird nach dem Umpolen von vier Items summiert.

Normdaten beachten

Die Einordnung erfolgt im Vergleich mit Normdaten der verwendeten Sprachfassung.

Verlaufsdokumentation

Das Ergebnis lässt sich im Verlauf dokumentieren.

Kein Diagnoseinstrument

Die Einordnung ersetzt nicht die ärztliche Diagnostik im Einzelfall.

FAQ: PSS-10

Was ist die PSS-10?

Die PSS-10 ist die Kurzform der Perceived Stress Scale mit 10 Fragen zum wahrgenommenen Stress im Zeitraum des letzten Monats.

Wie viele Punkte kann man bei der PSS-10 erreichen?

Jede der 10 Fragen wird mit 0 bis 4 Punkten bewertet. Nach dem Umpolen der Items 4, 5, 7 und 8 liegt der Gesamtwert zwischen 0 und 40 Punkten; höhere Werte weisen auf mehr wahrgenommenen Stress hin.

Gibt es feste Grenzwerte für die PSS-10?

Nein, es gibt keine allgemein gültigen klinischen Grenzwerte. Üblich ist der Vergleich mit Normdaten der jeweiligen Sprachfassung und Stichprobe.

Stellt die PSS-10 eine Diagnose?

Nein. Die PSS-10 erfasst die subjektive Stresswahrnehmung, ersetzt aber keine ärztliche Diagnostik.

Kann ich mit ArztGPT den PSS-10-Score automatisch berechnen lassen?

Nein. ArztGPT bietet hier keinen Rechner und führt keine eigene Auswertung durch. Die Referenz hilft, Aufbau und Einordnung strukturiert nachzuschlagen — die Bewertung bleibt Aufgabe der behandelnden Fachperson.

Was kostet die PSS-10-Referenz in ArztGPT?

ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase — in der Testphase entsteht kein Bezahlabonnement. Danach steht ArztGPT Pro für 49 €/Monat (inkl. MwSt.) zur Verfügung.

Weitere Rechner und Klinische Tools

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Hinweis: Die Darstellung der PSS-10 dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder die Untersuchung der Patienten noch eine ärztliche Diagnose. ArztGPT führt keine eigene Einschätzung durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).