GRACE-Score
Mortalitätsrisiko beim ACS einschätzen
Sterberisiko beim akuten Koronarsyndrom anhand von Alter, Vitalparametern, Nierenfunktion, Killip-Klasse, EKG und Biomarkern strukturiert nachschlagen.
Was ist der GRACE-Score?
Der GRACE-Score (Global Registry of Acute Coronary Events) ist ein klinisches Risikomodell zur Einschätzung der Krankenhaus- und Langzeitmortalität bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom. Er wurde von Granger CB et al. (Arch Intern Med, 2003) anhand von Registerdaten entwickelt und von Fox KA et al. (BMJ, 2006) als GRACE 2.0 für die 6-Monats- und 1-Jahres-Mortalität erweitert.
Acht Parameter — Alter, Herzfrequenz, Blutdruck, Kreatinin, Killip-Klasse, Herzstillstand bei Aufnahme, ST-Streckenveränderung und Biomarker — werden über ein nichtlineares Modell zu einem Gesamtscore verrechnet.
Der Score fließt u. a. in die Entscheidung über Zeitpunkt und Dringlichkeit einer invasiven Diagnostik beim akuten Koronarsyndrom ein.
GRACE-Eingangsparameter
Quelle: Granger CB et al., Arch Intern Med, 2003; Fox KA et al., BMJ, 2006. Verrechnung nichtlinear über Nomogramm, nicht durch einfache Addition.
GRACE-Score und Krankenhaussterblichkeit
Häufig zitierte Risikokategorien für die Krankenhausmortalität, u. a. verwendet in den ESC-Leitlinien zum akuten Koronarsyndrom ohne ST-Hebung.
Niedriges Risiko — Krankenhaussterblichkeit ca. < 1 %
Mittleres Risiko — Krankenhaussterblichkeit ca. 1–3 %
Hohes Risiko — Krankenhaussterblichkeit ca. > 3 %
Angaben sind orientierende Näherungswerte und können je nach betrachtetem Endpunkt (Krankenhaus-, 6-Monats- oder 1-Jahres-Mortalität) und Studienpopulation abweichen. Quelle: Fox KA et al., BMJ, 2006; Roffi M et al., Eur Heart J, 2016.
So nutzen Sie den GRACE-Score in ArztGPT
Klinische Parameter erfassen
Alter, Vitalparameter, Kreatinin, Killip-Klasse, EKG-Befund und Biomarker strukturiert angeben.
Score einordnen
ArztGPT hilft, die Angaben nachvollziehbar den GRACE-Risikokategorien zuzuordnen.
Im Arztbrief dokumentieren
Einordnung für Aufnahmebefund, Verlaufsdokumentation und interdisziplinäre Kommunikation strukturiert übernehmen.
Klinische Bedeutung des GRACE-Scores
Risikostratifizierung beim ACS
Der GRACE-Score unterstützt die Einordnung von Patienten mit akutem Koronarsyndrom in Mortalitätsrisikogruppen.
Einfluss auf Behandlungsdringlichkeit
Leitlinien orientieren den Zeitpunkt der invasiven Diagnostik u. a. an der GRACE-Risikokategorie.
Breit validiert
Der Score basiert auf einem großen internationalen Register und wurde in zahlreichen Kohorten geprüft.
Acht objektivierbare Parameter
Vitalparameter, Labor- und EKG-Befunde lassen sich rasch strukturiert erheben und dokumentieren.
Ergänzung zu TIMI und HEART
GRACE, TIMI und HEART bilden unterschiedliche Aspekte des Risikos beim Brustschmerz bzw. gesicherten ACS ab.
Grenzen des Scores
Die Verrechnung ist nichtlinear und nomogrammbasiert — eine überschlägige Schätzung ersetzt nicht die Berechnung mit einem validierten Rechner.
FAQ zum GRACE-Score
Was ist der GRACE-Score?
Der GRACE-Score (Global Registry of Acute Coronary Events) ist ein klinisches Risikomodell zur Einschätzung der Krankenhaus- und Langzeitmortalität bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom (STEMI, NSTEMI, instabile Angina pectoris). Er wurde von Granger CB et al. (Archives of Internal Medicine, 2003) anhand von Daten des GRACE-Registers entwickelt und von Fox KA et al. (BMJ, 2006) für die 6-Monats- und 1-Jahres-Mortalität erweitert (GRACE 2.0).
Wie wird der GRACE-Score berechnet?
Acht Parameter fließen ein: Alter, Herzfrequenz, systolischer Blutdruck, Serum-Kreatinin, Killip-Klasse, Herzstillstand bei Aufnahme, ST-Streckenveränderung im EKG und erhöhte kardiale Biomarker. Anders als bei additiven Scores wie ABCD2 oder CHA2DS2-VASc werden die Parameter nicht einfach addiert, sondern über ein validiertes, nichtlineares Nomogramm bzw. eine Punktetabelle zu einem Gesamtscore verrechnet.
Was bedeutet der GRACE-Score für das Sterberisiko?
Für die Krankenhausmortalität gilt eine häufig zitierte Einteilung: ≤ 108 Punkte niedriges Risiko (< 1 %), 109–140 Punkte mittleres Risiko (1–3 %) und > 140 Punkte hohes Risiko (> 3 %). Diese Kategorisierung wird u. a. in den ESC-Leitlinien zum akuten Koronarsyndrom ohne ST-Hebung verwendet (Roffi M et al., European Heart Journal, 2016); die genauen Werte können je nach betrachtetem Endpunkt (Krankenhaus-, 6-Monats- oder 1-Jahres-Mortalität) abweichen.
Wofür wird der GRACE-Score im klinischen Alltag verwendet?
Der Score unterstützt die Risikostratifizierung bei akutem Koronarsyndrom und fließt in Leitlinienempfehlungen zum Zeitpunkt einer invasiven Diagnostik (z. B. dringliche vs. frühzeitige vs. elektive Koronarangiographie) ein, ersetzt aber nicht die individuelle klinische Gesamtbeurteilung.
Was ist der Unterschied zwischen GRACE-Score, TIMI-Score und HEART-Score?
TIMI- und GRACE-Score wurden für Patienten mit bereits gesichertem akutem Koronarsyndrom entwickelt und bilden vor allem das Mortalitäts- bzw. Ischämierisiko ab. Der HEART-Score wurde dagegen speziell für die undifferenzierte Brustschmerz-Population in der Notaufnahme konzipiert.
Was kostet die GRACE-Score-Referenz in ArztGPT?
ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase mit Zugriff auf alle Module. Danach steht ein Pro-Abonnement für 49 €/Monat zur Verfügung.
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GRACE-Score nachschlagenHinweis: Die Darstellung des GRACE-Scores dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal und ersetzt keine eigenständige kardiologische Untersuchung oder Notfalldiagnostik. ArztGPT führt keine eigene klinische Untersuchung durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).