Geburtshilfe · Psychiatrie

Edinburgh Postnatal Depression Scale
Screening auf postnatale Depression nachschlagen

Die Edinburgh Postnatal Depression Scale strukturiert nachschlagen — 10 Fragen zur Stimmung in den vergangenen sieben Tagen und Einordnung des Punktwerts.

Cox, Holden & Sagovsky, 1987
10 Fragen · 0–30 Punkte
Selbstbericht

Was ist die Edinburgh Postnatal Depression Scale?

Die Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS) ist ein Selbstbeurteilungs-Fragebogen zum Screening auf postnatale Depression. Sie umfasst 10 Fragen, die sich auf die vergangenen sieben Tage beziehen.

Jede Frage wird mit 0 bis 3 Punkten bewertet, der Gesamtwert liegt damit zwischen 0 und 30 Punkten. Die Fragen betreffen unter anderem Freude, Sorgen, Angst, Schlafprobleme, Traurigkeit und Weinen. Eine Frage erfasst Gedanken, sich selbst Schaden zuzufügen.

Die EPDS ist ein Screening-Instrument und stellt keine Diagnose. Ein auffälliger Wert ist ein Anlass für ein ärztliches Gespräch und eine weitere Abklärung — insbesondere bei positiver Antwort auf die Frage zur Selbstschädigung.

Auswertung — Orientierung

0–30Gesamtwert (höhere Werte = stärkere Belastung)
0–3 je FragePunktevergabe pro Frage
SchwellenwertJe nach Studie und Setting unterschiedlich angegeben (häufig im Bereich um 10 bis 13)

Die Schwellenwerte unterscheiden sich je nach Validierungsstudie, Sprachfassung und Setting. Maßgeblich sind die Originalquelle, die validierte deutsche Fassung und die aktuelle Leitlinie. Die Einordnung sollte stets zusammen mit Klinik und Gespräch erfolgen. Keine Diagnose.

Aufbau: Edinburgh Postnatal Depression Scale

Übersicht über die inhaltlichen Bereiche der 10 EPDS-Fragen.

Anhedonie

Stimmung und Freude

Fähigkeit, Dinge von der positiven Seite zu sehen, und Vorfreude auf Dinge

Ängstlichkeit

Angst und Sorgen

Unbegründete Sorgen bzw. Angst und Panikgefühle

Belastung

Überforderung und Schlaf

Gefühl, dass einem alles über den Kopf wächst, und Schlafprobleme durch Unglücklichsein

Depressive Stimmung

Traurigkeit und Weinen

Traurigkeit oder Elend und Weinen

Sicherheit

Selbstschädigung

Gedanken, sich selbst Schaden zuzufügen — erfordert immer ärztliche Abklärung

Hinweis: Die Darstellung ist sinngemäß zusammengefasst und nicht in der Reihenfolge der Originalfragen. Der exakte Fragenwortlaut, die Antwortoptionen und die Umkehrbewertung einzelner Fragen sind der validierten Fassung zu entnehmen.

Quellen: Cox JL, Holden JM, Sagovsky R. Detection of postnatal depression: development of the 10-item Edinburgh Postnatal Depression Scale. Br J Psychiatry 1987;150:782–786.

So nutzen Sie EPDS in ArztGPT

1

Aufbau nachschlagen

Die 10 Fragen und ihre inhaltlichen Bereiche strukturiert abrufen.

2

Ergebnis einordnen

Punktwert im Zusammenhang mit Gespräch, Anamnese und Klinik einordnen.

3

Befund dokumentieren

Screening-Ergebnis für Verlaufsdokumentation oder Arztbrief strukturiert festhalten.

Klinische Bedeutung: EPDS

Screening-Instrument

Die EPDS dient dem Erkennen einer möglichen postnatalen Depression, nicht der Diagnosestellung.

10 Fragen

Der Fragebogen ist kurz und bezieht sich auf die vergangenen sieben Tage.

Punktwert 0–30

Der Gesamtwert wird aus den Einzelantworten summiert.

Leitlinie beachten

Weiteres Vorgehen richtet sich nach der aktuellen Leitlinie.

Verlaufsdokumentation

Das Ergebnis lässt sich im Verlauf dokumentieren.

Kein Diagnoseinstrument

Die Einordnung ersetzt nicht die ärztliche Diagnostik im Einzelfall.

FAQ: EPDS

Was ist die Edinburgh Postnatal Depression Scale?

Die EPDS ist ein Fragebogen mit 10 Fragen zum Screening auf postnatale Depression. Er bezieht sich auf die Stimmung der vergangenen sieben Tage.

Welche Werte kann die EPDS annehmen?

Jede Frage wird mit 0 bis 3 Punkten bewertet. Der Gesamtwert liegt zwischen 0 und 30 Punkten; höhere Werte weisen auf eine stärkere Belastung hin.

Ab welchem Wert ist die EPDS auffällig?

Es gibt keinen einheitlichen Wert. Häufig werden Schwellenwerte im Bereich um 10 bis 13 Punkte verwendet, abhängig von Studie, Sprachfassung und Setting.

Stellt die EPDS eine Diagnose?

Nein. Die EPDS ist ein Screening-Instrument. Ein auffälliges Ergebnis ersetzt keine ärztliche Diagnostik und sollte im Gespräch weiter abgeklärt werden.

Kann ich mit ArztGPT die EPDS automatisch auswerten lassen?

Nein. ArztGPT bietet hier keinen Rechner und führt keine eigene Auswertung durch. Die Referenz hilft, Aufbau und Einordnung strukturiert nachzuschlagen — die Bewertung bleibt Aufgabe der behandelnden Fachperson.

Was kostet die EPDS-Referenz in ArztGPT?

ArztGPT bietet eine kostenlose 7-Tage-Testphase — in der Testphase entsteht kein Bezahlabonnement. Danach steht ArztGPT Pro für 49 €/Monat (inkl. MwSt.) zur Verfügung.

EPDS jetzt nachschlagen

Aufbau und Einordnung: EPDS strukturiert nachschlagen und dokumentieren — in ArztGPT. Jetzt 7 Tage kostenlos testen.

EPDS nachschlagen

Hinweis: Die Darstellung der Edinburgh Postnatal Depression Scale dient der Informationsaufbereitung für medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder die Untersuchung der Patienten noch eine ärztliche Diagnose. ArztGPT führt keine eigene Einschätzung durch und ist kein zugelassenes Medizinprodukt (MDR EU 2017/745).